Im Mai 2004 ist der Vorläufer des Freiwilligen Sozialen Jahres, das Diakonische Jahr der Evangelischen Kirche, 50 Jahre alt geworden.
Anlässlich des 50. Jubiläums des „Diakonischen Jahres“ der evangelischen Kirchen, dem Vorläufers des Freiwilligen Sozialen Jahres ( FSJ), im Mai 2004, hat die Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg junge Menschen dazu aufgerufen, die Chance sozialen Lernens und der Übernahme sozialer Verantwortung im Rahmen eines FSJ wahrzunehmen.
Das FSJ bedeute sozialer Mehrwert für betreute Menschen, eröffne Zukunftsperspektiven und bereichere den Erfahrungsschatz der Freiwilligen, schreibt die Theologin in einem Brief an Kirchengemeinden und Einrichtungen der evangelischen Diakonie, genauso sei es „die gute Alternative zu ergebnisloser Lehrstellensuche“.
Im Zusammenhang des geplanten Auslaufens des Zivildienstes fordert Kahl-Passoth die politisch Verantwortlichen auf, sich dafür einzusetzen, dass die freiwerdende Mittel für den Ausbau von Freiwilligendiensten bereit gestellt werden.
Genau 50 Jahre ist es her, dass in der Folge einer Initiative des damaligen Rektors der Diakonissenanstalt in Neuendettelsau, Herman Dietzfelbinger, das „Diakonische Jahr“ entstand, aus dem zehn Jahre später, 1964, durch Einführung eines gesetzlichen Rahmens das heutige „Freiwillige Soziale Jahr“ hervorging.
Aktuell stehen in Berlin und Brandenburg bei den Wohlfahrtsverbänden rund 300 Plätze zur Verfügung, davon ca. 80 bei diakonischen Trägern. Die Nachfrage steigt weiter an. An die diakonischen Einrichtungen richtet Kahl-Passoth daher die Bitte, weitere Einsatzstellen zu schaffen.
Redaktioneller Hinweis:
Das FSJ dauert in der Regel 12 Monate und wird ganztägig als Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet. Die Betätigungsfelder liegen im pädagogischen, pflegerischen, hauswirtschaftlichen und handwerklichen Bereich. Erstmals in diesem Jahr gibt es FSJ-Stellen in der Kulturarbeit, in sportlichen Einrichtungen und der Arbeit mit Migranten. Die beliebtesten Arbeitsfelder liegen im Behindertenbereich, gefolgt von der Arbeit mit alten Menschen sowie in Kinder- und Jugendeinrichtungen. Das monatliche Taschengeld für Teilnehmende beträgt rund 200 Euro. Das Jahr ist als erstes Kennenlernen des sozialen Bereichs gedacht. 36 % der Teilnehmenden des Freiwilligen Sozialen Jahres entscheiden sich anschließend für eine Ausbildung im sozialen Bereich. 18 % nehmen einen sozialorientierten Studiengang auf.
Kontakt im DWBB: Ilselore Bader-Schönfeld, Tel.: 030 82097 461









